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21.02.2011

Dehnen vor dem Laufen schützt nicht

Dehnübungen vor Beginn eines Dauerlaufes schützen nicht vor Verletzungen beim Joggen. Das berichten Forscher am Orthopädenkongress in San Diego. Wer bisher nicht gedehnt hat, soll dies weiterhin vermeiden, allerdings sollten auch Dehn-Anhänger ihre alte Gewohnheit nicht plötzlich aufhören. Es scheint, als ob sich jede Änderung im Ritual vor dem Lauf ungünstig auswirkt, berichtet Studienleiter Daniel Pereles vom Montgomery Orthopedics in Washington.

pte, Johannes Pernsteiner


Kein Einfluss feststellbar

Pereles untersuchte mit seinem Team 2.700 Hobbysportler, die jede Woche mehr als 16 Kilometer laufen. Die Hälfte sollte drei bis fünf Minuten vor jedem Start die Beinmuskeln strecken, der Rest ohne derartige Vorbereitung beginnen. Dehnen beeinflusst Verletzungen kaum, so das Ergebnis, viel eher das Körpergewicht, die Länge der Strecke oder eine andere Verletzung kurz davor. Bei denen, die früher nie gestreckt hatten und erst jetzt damit anfingen, gab es mehr Verletzungen, jedoch auch bei jenen, die sonst immer gedehnt hatten und plötzlich darauf verzichteten.

Erst nach dem Laufen sinnvoll

Beim Dehnen müsse man immer zwischen den verschiedenen Formen unterscheiden, betont Angelika Karner von der Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin http://www.sportmedizingesellschaft.at. "Strukturelles Dehnen, also jenes bei dem der Bewegungsumfang vergrößert werden soll, sollte man nie vor dem Sport machen. Denn es sorgt dafür, dass die Reaktionsschnelligkeit der Muskeln verlangsamt wird", so die Expertin im pressetext-Interview.

Ganz im Gegensatz dazu sei das Dehnen am Ende der Belastung zu empfehlen. "Nach einem längeren Lauf etwa sind Muskeln hyperton, also müde und oft verspannt. Es gehört zum Teil des Abwärmens, die Muskulatur wieder zu lockern."

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