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22.08.2017

ROTAX MAX Challenge Germany bleibt weiterhin spannend

Die ROTAX MAX Challenge Germany hat die heiße Phase der Saison eingeläutet: Am 19. und 20. August zog es die populäre Single-Brand-Serie nach Ampfing zur südlichsten Station im diesjährigen Tourplan.

Timo Deck


Das oberbayerische Wetter präsentierte sich nur bedingt gastfreundlich: Nach sengender Hitze am Freitag folgte in der Nacht ein vehementes Unwetter, das nicht jedes Zelt im Fahrerlager überstand. Immerhin verschwanden die Wolken und der Regen im Verlauf des Samstags und wichen zunehmend sonnigem Wetter, sodass die Zeittrainings und Rennen auf trockener Piste abgehalten werden konnten.

Die vierte von fünf Veranstaltungen begrüßte diesmal rund 90 Teilnehmer, was nicht zuletzt der Ferienzeit, dem Anreiseweg und zahlreichen krankheitsbedingten Abmeldungen geschuldet war. Dem sportlichen Wettkampf tat der leichte Teilnehmerschwund auf dem 1.063 Meter langen Kurs in Bayern keinen Abriss – im Gegenteil: Die Rennen verliefen ohne große Zwischenfällen und zählten zu den spannendsten der Saison. Das trifft auch auf die Meisterschaftssituation zu: In keiner der sechs Klassen ist bereits eine Vorentscheidung gefallen.

Micro: Moritz Schmeiss auf Titelkurs
Enrico Förderer (Beule Kart Racing Team) setzte bei den Jüngsten die erste Messlatte. Im Zeittraining fuhr er äußerst knapp die schnellste Runde und etablierte sich als Favorit vor den Rennen. Doch hier wurde die Luft dünn: Mit seinen Teamkollegen Moritz Schmeiss und Nikita Gense (beide Beule Kart Racing Team) hatte er zwei ebenbürtige Gegner gefunden. Das Trio lieferte sich einen spektakulären Dreikampf bis zum Fallen der Zielflagge, die letztlich Moritz Schmeiss als Erster vor Nikita Gense und Enrico Förderer sah.



Der zweite Lauf schien eine Wiederholung des ersten Rennens zu werden, doch diesmal musste Förderer mit einem technischen Defekt vorzeitig die Segel streichen. Und auch Gense kam nicht unbescholten davon, erhielt er doch eine Zeitstrafe wegen Frühstarts. Dennoch rettete er Platz zwei vor Mats Johan Overhoff (Beule Kart Racing Team) ins Ziel, während an der Spitze erneut Moritz Schmeiss das Punkte-Maximum kassierte.

Zum großen Showdown kam es im dritten Wertungslauf. Wie schon das gesamte Wochenende balgten sich Nikita Gense, Moritz Schmeiss und Enrico Förderer um die Positionen. Diesmal gesellte sich auch noch Farin Megger (B&W Kartteam) hinzu. Über weite Strecken der Renndistanz zeigte das Quartett packende Manöver, wobei sich diesmal Gense als nervenstärkster Youngster herauskristallisierte. Der Wuppertaler hielt dem Druck der Verfolger Stand und holte sich den Sieg vor Schmeiss, Megger und Förderer.

In der Tageswertung setzte sich Moritz Schmeiss durch, der damit auch seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter ausbauen konnte. Nikita Gense landete auf Rang zwei des Podiums vor Farin Megger auf Position drei.

Mini: Linus Hensen gewinnt mit 2 : 1
Bei den Minis ging der Zweikampf zwischen Linus Hensen (Kartschmie.de) und Maximilian Tarillion in die nächste Runde – trotzdem mischten im Verlauf des Wochenendes auch andere Gesichter ganz vorne mit. Beflügelt von seinem sensationellen Sieg beim ROTAX Grand Festival eine Woche zuvor, setzte Tarillion im Zeittraining die Bestmarke und sicherte sich relativ deutlich die Pole-Position für den ersten Lauf.

Doch hier hatte er es nicht so leicht. Dennis Thiem (Praga) und Linus Hensen machten ihm das Leben schwer und erst gegen Ende konnte sich Tarillion hauchdünn gegen seine Verfolger durchsetzen. Auch im zweiten Lauf ging es an der Spitze eng zur Sache und nach mehreren Führungswechseln hatte diesmal Hensen den Spoiler um 0.316 Sekunden vorn, während Tarillion als Zweiter vor Gianni Andrisani (RS Competition) abgewinkt wurde.

Andrisani legte im dritten Lauf nach und konnte sogar mehrere Führungsmeter sammeln. Doch zur Rennhalbzeit musste er dem Druck Hensens nachgeben und sich hinter dem Nordlicht mit Rang zwei begnügen. Tarilliion überquerte die Ziellinie auf Position drei. In der Tageswertung hatte Hensen die Oberhand, womit er auch die Meisterschaftsführung festigen konnte. Tarillion und Andrisani komplettierten das Podium mit den Plätzen zwei und drei.

Junioren: Drei Läufe – drei Sieger
Sehr ausgeglichen ging es im Feld der Junioren zur Sache: Nachdem Vincent France (JJ Racing) im Zeittraining den Ton angab, schlug Tabellenführer Ben Dörr (CRG performance) im ersten Lauf zurück und verdrängte seinen Meisterschaftsrivalen auf Platz zwei.



Das Duo bestimmte auch im zweiten Rennen die Pace und machte den Sieg unter sich aus. Kurz vor Rennende kamen sich die beiden dann in die Quere. France schied mit seinem havarierten Kart aus und Dörr rettete noch Platz zwei ins Ziel. Als lachender Dritter holte sich derweil Maximilian Krupper (ADAC Berlin-Brandenburg e.V.) den Sieg und auch Luca Kaufhold (Nees Racing) freute sich als Dritter über seine persönliche Bestleistung.

Furios ging es im letzten Lauf zur Sache: Mit Ben Dörr und Maximilian Krupper erhielten gleich zwei Favoriten schon zu Rennbeginn eine Zeitstrafe wegen Startvergehens. Zwar konnten die beiden als Erster und Zweiter den Zielstrich kreuzen, rutschten dann aber auf die Ränge fünf (Krupper) und sechs (Dörr) zurück. Profiteur war Finn Albig (RS Competition). Der Tony-Kart-Pilot fuhr ein fehlerfreies Rennen und sicherte sich damit seinen zweiten Saisonsieg vor Alexander Raab (Kosmic) und Luis Laurin Speck (TBkart Srl), der sein bestes Saisonergebnis einfuhr.

Die Tageswertung ging am Ende an Ben Dörr. In der Addition der Läufe behauptete sich der Butzbacher gegen Alexander Raab und Maximilian Krupper, die als Zweiter und Dritter auf das Podium stiegen. In der Gesamtwertung liegt Dörr nun klar auf Titelkurs. Nachdem sein schärfster Rivale, Laurenc Seifried (RS Competition), in Ampfing nicht am Start war, konnte der letztjährige Mini-Champion seinen Vorsprung weiter ausbauen.

Senioren: Robert Kindervater holt sechsten Sieg
Der Gesamtführende Robert Kindervater (Woik Motorsport) präsentierte sich in Ampfing erneut in bestechender Form. Er holte sich die Bestzeit im Qualifying, zwei Siege und einen zweiten Platz. Damit gewann der Brandenburger souverän die Tageswertung. Mit nunmehr sechs Laufsiegen baute er seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter aus.



Dennoch war Kindervater nicht zwangsläufig der schnellste Mann des Wochenendes. Im zweiten Durchgang musste er sich beispielsweise Tamino Bergmeier (JJ Racing) geschlagen geben, der sich in der Addition der Rennen auf Platz zwei der Tageswertung bugsierte.

Und auch Titelrivale Tim Mika Metz (CRG performance) war stark unterwegs: Der Hesse drehte in jedem Rennen die schnellste Runde, wurde aber mehrmals in unglückliche Kämpfe verstrickt, die ihn von der Spitze trennten. Dennoch brachte er Rang drei in der Tageswertung nach Hause. Mit 27 Punkten Rückstand hält er sich in der Gesamtwertung weiterhin im Titelrennen.

DD2 Masters: Helfinger festigt Tabellenspitze
Tommy Helfinger hatte die Klasse der DD2-Masters-Piloten unter Kontrolle: Der zweifache Champion markierte die Bestzeit im Qualifying und bugsierte sich auch im anschließenden ersten Rennen souverän zum Sieg. Im zweiten und dritten Durchgang begnügte er sich jeweils mit Platz und feierte damit den Sieg in der Tageswertung. „Die beiden Sonntagsrennen waren deutlich schwieriger, aber ich wollte nicht um jeden Preis gewinnen, sondern im Hinblick auf die Meisterschaft wichtige Punkte sammeln”, erklärte der Gronauer, der sich einmal hinter Thomas Schumacher (Kartsport Klimm) und einmal hinter Patrick Weinstock (VPDR) einsortierte.



Weinstock und Schumacher waren es dann auch, die als Zweiter und Dritter den Sprung auf das Podium der Tageswertung schafften. In der Meisterschaft ist nun Schumacher der schärfste Verfolger Helfingers, nachdem der bisherige Zweitplatzierte, Philipp Weber (Nees Racing), in Ampfing kein perfektes Wochenende erlebte und unter anderem einen technischen Ausfall zu kompensieren hatte.

DD2: Niklas Gränz schlägt zu
Für Niklas Gränz (Nees Racing) war Ampfing ein gutes Pflaster. Der Titelfavorit war ab dem Zeittraining das Maß der Dinge: Von der Pole-Position aus gestartet, feierte er zwei kontrollierte und unangefochtene Laufsiege. Der Hattrick war dem Hungener allerdings nicht vergönnt. Leistungsverlust bremste ihn im letzten Durchgang ein und warf ihn auf Platz sechs zurück. Dennoch katapultierte ihn seine starke Punkte-Ausbeute zum Tagessieg und an die Tabellenspitze.

Bei den weiteren Meisterschaftsrivalen lief es ebenfalls nicht ganz rund: Pascal Marschall (Beule Kart Racing Team) war stets in den Top-Drei zu finden, fiel im letzten Rennen aber mit einem technischen Problem auf Rang fünf zurück, was wichtige Punkte kostete. Besser lief es für Martin Mortensen (RS Competition), der sich nach Rang vier im ersten Lauf steigern konnte und im Anschluss als Zweiter einlief. Das letzte Rennen gewann der Deutsch-Däne, womit er sich Rang zwei der Tageswertung holen konnte.

Als Dritter komplettierte Maximilian Fleischmann (VPDR) das Podium mit einer soliden Vorstellung in den Rennen, die er als Dritter, Vierter und Zweiter beenden konnte.

Nachdem noch alle Meisterschaftsentscheidungen offen sind, blickt die ROTAX MAX Challenge Germany nun auf das große Finale. Auf dem Erftlandring in Kerpen werden am 14. und 15. Oktober 2017 nicht nur die Champions gekürt, sondern auch die Weltfinalteilnehmer für die ROTAX MAX Grand Finals in Portimao (PT) im November ermittelt.

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