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16.10.2017

Fulminanter Showdown der RMC Germany

Ein würdiges Finale mit packenden Rennen und dramatischen Titelentscheidungen erlebte die ROTAX MAX Challenge Germany Mitte Oktober (14./15. Oktober 2017). Rund 120 Teilnehmer waren zum fünften und letzten Saisonlauf auf den 1.107 Meter langen Erftlandring gereist, um sich die letzten Punkte und Pokale des Jahres zu sichern.

Timo Deck


Spätsommerliches Wetter sorgte für beste Rennbedingungen und für ein perfektes Ambiente beim großen Abschluss-Grillen im Fahrerlager am Samstagabend. Neben den Tagessiegen und Meisterschaftsentscheidungen stand auch die alljährliche Vergabe der begehrten Weltfinaltickets im Fokus.

Micro: Erster Saisonsieg für Rafael Baltzer
Bei den Jüngsten hatte Rafael Baltzer (Beule Kart Racing Team) bis zum Schluss für seinen besten Auftritt gewartet: Der wohl kleinste Pilot im Feld liefert beim Finale die größte Show ab. Er katapultierte sich im Zeittraining auf die Pole-Position und gewann im Anschluss die ersten beiden Wertungsläufe. Im letzten Durchgang begnügte er sich mit Position drei und schaffte in der Addition der Rennen den Sprung auf Platz eins der Tageswertung, womit der Ennepetaler seinen ersten Saisonsieg in der RMC feiern durfte.



Feiern durfte auch Teamkollege Moritz Schmeiss (Beule Kart Racing Team). Der Tabellenführer ließ in Kerpen nichts anbrennen, war stets unter den Top-Drei zu finden und gewann den letzten Lauf. Damit sicherte er sich verdient den Meistertitel und das Ticket für die ROTAX MAX Grand Finals. Der Vizetitel ging an Nikita Gense (Beule Kart Racing Team), der das Saisonfinale als Dritter beendete. Farin Megger (B&W Kartteam) komplettierte das Meister-Podium der Micros auf Rang drei.

Mini: Durchmarsch von Linus Hensen
Linus Hensen (Kartschmie.de) hatte in Kerpen leichtes Spiel. Nachdem sein einziger Rivale, Maximilian Tarillion, nicht am Start war, konnte es der Jübeker im Titelkampf ruhig angehen lassen. So überließ er im Qualifying auch zunächst Dominik Reuters (Praga Official Racing Team Germany) den Vortritt. In den Rennen übernahm das Nordlicht aber das Zepter. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz fuhr er souverän zum Tagessieg und zum Meistertitel. Neben dem frischgebackenen Champion kletterten am Abend Finn Zulauf (CRG performance) als Zweiter und Gianni Andrisani (RS Competition) als Dritter auf das Podium. Letzter hatte nicht nur den dritten Wertungslauf gewonnen, sondern sich auch noch in der Meisterschaft auf den dritten Platz hinter Hensen und Tarillion vorarbeiten können.

Junioren: Sieg für Mike van Vugt – Titel für Ben Dörr
Das 25-köpfige Feld der Junioren stand zum Abschluss ganz im Zeichen der JJ-Racing-Piloten: Vize-Europameister Mike van Vugt (JJ Racing) bestimmte das Tempo im Zeittraining und im ersten Rennen. Im zweiten Lauf ließ er seinem Teamkollegen Colin Caresani (JJ Racing) den Vortritt, um im letzten Rennen zu kontern und sich damit den Tagessieg zu holen. Als bester Deutscher mischte Vincent France (JJ Racing) an der Spitze mit. Er holte sich dreimal den zweiten Platz und belegte selbige Position auch in der Tageswertung. Meisterschaftsambitionen hatte der Bad Hombuger allerdings schon im Vorfeld kaum noch, sodass es für ihn trotz der starken Leistung beim Vizetitel blieb.



Als neuer Champion durfte Ben Dörr (CRG performance) jubeln. Der Butzbacher absolvierte ein taktisches Wochenende, ohne die Spitze aus den Augen zu verlieren. Am Ende reichte es locker zum Gesamtsieg für den fünffachen Laufsieger, der sich – nach dem Gewinn der Minis im Jahr 2016 – bereits den zweiten RMC-Titel in Folge sichern konnte. Hinter dem Zweitplatzierten Vincent France fuhr Finn Albig (RS Competition) auf Rang drei der Meisterschaft.


Senioren: Dramatische Titelentscheidung
Bei den Senioren hätte der Meisterschaftsausgang nicht spannender sein können. Mit Robert Kindervater (Woik Motorsport), Tim Mika Metz (CRG performance) und Tamino Bergmeier (JJ Racing) hatten noch drei Piloten realistische Chancen auf den Gesamtsieg. Schon im Zeittraining des 32-köpfigen Feldes, in welchem 24 Piloten innerhalb von einer Sekunde lagen, fanden sich die drei Titelaspiranten, angeführt von Kindervater, auf den ersten drei Positionen wieder.



Entsprechend spannend ging es in den Rennen zur Sache, wo sich das Trio keinen Meter schenkte. Im ersten Lauf kreuzte Bergmeier als Sieger das Ziel, erhielt aber eine Zeitstrafe wegen zur harter Fahrweise und rutschte auf Platz vier ab. Während vorne Gaststarter Szabo Boldiizsar (JJ Racing) den Sieg erbte, kassierten Metz und Kindervater dahinter die vollen Meisterschaftspunkte. Doch Bergmeier gab nicht auf und meldete sich in den letzten beiden Rennen eindrucksvoll zurück. Mit den schnellsten Rennrunden und einer überragenden Leistung holte er sich beide Laufsiege, während Metz sich mit den Positionen vier und zwei begnügen musste. Dramatisch endeten die Rennen für Kindervater, der durch unfreiwillige Rangeleien ins Mittelfeld verdrängt wurde und im letzten Lauf sogar mit abgesprungener Kette ausschied. Damit waren die Titelträume für den Brandenburger ausgeträumt.

Mehr als Rang zwei der Meisterschaft war letztlich nicht zu holen. Und auch Metz musste sich trotz Rang zwei in der Tageswertung mit dem dritten Meisterschaftsplatz begnügen. Neuer Champion – und auch Tagessieger – war am Ende Tamino Bergmeier. Seine Nervenstärke brachte dem Youngster aus Melle seinen bislang größten Triumph ein und bescherte ihm auch seine erste Weltfinalteilnahme.

DD2 Masters: Piert gewinnt Finale – Helfinger holt dritten Titel
Im DD2 Masters war der Titelgewinn zu Gunsten von Tommy Helfinger (Praga Official Racing Team) eigentlich nur noch eine Formsache. Entsprechend behutsam ging der Gronauer in Kerpen zu Werke und ging kein allzu großes Risiko mehr ein. Drei solide Rennen brachten ihm nach 2014 und 2015 seinen mittlerweile dritten Masters-Titel ein. Daran konnte auch sein schärfster Rivale, Thomas Schumacher (Kartsport-Klimm), nichts mehr ändern. Dennoch hinterließ der Gronauer mit der Trainingsbestzeit, zwei zweiten Plätzen und einem fünften Rang einen starken Eindruck und holte sich den Vizetitel vor Patrick Weinstock (VPDR) auf Rang drei. Die Laufsiege teilten sich in Kerpen die beiden Gaststarter und Altmeister Thomas Piert (Praga) und Patrick Henke (Beule Kart Racing Team), wobei Piert am Abend den Tagessieg sein Eigen nennen durfte.



DD2: Mortensen fährt überragend zum Titel
Die Voraussetzungen und Punkte-Abstände zwischen den Titelanwärtern Martin Mortensen (RS Competition), Niklas Gränz (Nees Racing Team) und Pascal Marschall (Beule Kart Racing Team) versprachen ein packendes Saisonfinale. Doch zum erhofften Dreikampf um den Titel in der Königklasse kam es am Ende nicht wirklich. Bereits im Vorfeld wurde klar, dass Marschall mit einer hartnäckigen Rippenprellungen wohl kaum sein volles Potenzial ausspielen konnte und als Mortensen dann vom Zeittraining an das gesamte Feld in Grund und Boden fuhr, musste sich auch Gränz trotz einer kämpferischen Leistung geschlagen geben. Mortensen hatte zu jeder Zeit des Wochenendes die Zügel in der Hand und krönte sich mit einem Dreifachsieg zum DD2-Meister 2017. Gränz holte sich die Vizemeisterschaft vor Marschall auf Rang drei.

Mit dem Ende der Saison 2017 schielt die RMC Germany schon auf das kommende Jahr und hat die Weichen bereits gestellt. Die Meisterschaft wird wieder fünf Rennen umfassen: Den Auftakt bildet Genk in Belgien am 5./6. Mai 2018; danach folgt die Station in Kerpen (23./24.06.2018). In Oppenrod findet am 14./15. Juli 2018 das Halbzeitrennen statt, bevor es am 8. und 9. September 2018 nach Wittgenborn geht. Das Saisonfinale findet am 6./7. Oktober 2018 in Wackersdorf statt. Mit der Junior Trophy wird eine neue Klasse für Einsteiger mit ins Programm aufgenommen, die komplett mit zugelosten Leihmotoren ausgestattet wird. Auch in den Klassen Mini, Junioren, Senioren und DD2 werden künftig Leihmotoren für die Top-Drei der jeweiligen Vorveranstaltungen vergeben. Und im Bereich des Clubsport-Kartsports wird die RMC in Kürze ebenfalls eine interessante Neuerung präsentieren.

Für acht Piloten ist die Saison 2017 allerdings noch nicht beendet: Vom 9. bis 14. November 2017 finden in Portiamo (PT) die ROTAX MAX Grand Finals statt. Für das Weltfinale schickt Deutschland einen schlagkräftigen Kader ins Rennen: Neben den sechs RMC-Champions Moritz Schmeiss (Micro), Linus Hensen (Mini), Ben Dörr (Junioren), Tamino Bergmeier (Senioren), Tommy Helfinger (DD2 Masters) und Martin Mortensen (DD2) komplettieren RMC-Open-Sieger Patrick Weinstock (DD2 Masters) und Max Fleischmann (DD2) als Drittplatzierter der Euro-Challenge die deutsche Nationalmannschaft.

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Fulminanter Showdown der RMC Germany
ROTAX MAX Challenge Germany bleibt weiterhin spannend
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ROTAX MAX Challenge Germany feiert neue Sieger in Wackersdorf
Spannender Saisonstart der ROTAX MAX Challenge Germany

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