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1.04.2019

Bombastischer Auftakt des RMC Clubsports

Einen wahren Boom erlebte der RMC Clubsport zu seinem Saisonauftakt 2019. Die junge Serie, die in diesem Jahr erst zum zweiten Mal ausgerichtet wird, begrüßte beim Saisonstart in Wackersdorf am 30./31. März über 160 Fahrerinnen und Fahrer.

Timo Deck




Damit hat sich der kostengünstige Unterbau der populären Rotax MAX Challenge Germany in Kürze zu einer der beliebtesten Freizeit- und Clubsport-Meisterschaften entwickelt.

Aufgrund des Teilnehmer-Ansturms musste man auch den Zeitplan ausdehnen. Ursprünglich als Eintagesveranstaltung angesetzt, fuhr man zum Auftakt Samstag und Sonntag. Damit konnten sämtliche Klassen (Micro, Mini, Junioren, Senioren, DD2 und DD2 Masters) und eine Vielzahl der Gruppen (National / Clubsport) separate Rennen abhalten, sodass Profis von CS-Piloten (Clubsport-Wertung) weitgehend getrennt wurden.

Saleh und Norheim gewinnen in den Nachwuchsklassen

Dem 22-köpfigen Feld der Micros drückte Taym Saleh (Team C.G. Racing) seinen Stempel auf. Der Youngster feierte einen Doppelsieg und stand damit ganz oben auf dem Podest. Der Trainingsschnellste, Tom Muhler (Nees Racing), belegte dahinter den zweiten Rang vor Rafael Baltzer (Beule-Kart Racing Team) auf Platz drei.

Ausgeglichen ging es bei den Minis zur Sache: Nachdem sich im Zeittraining noch der Österreicher Raphael Rennhofer (FM Racing) an der Spitze behaupten konnten, teilten sich Max Reis (Nees Racing) und Sondre Norheim (Kartschmie.de) die Siege in den Rennen. Für die Tageswertung sammelte Norheim die meisten Punkte, womit er Rennhofer und Reis auf die Ehrenplätze verdrängte.

Spannende Rennen bei den Junioren
Bastian Barlage (Kraft Motorsport) war das Maß der Dinge bei den Clubsport Junioren. Der Exprit-Pilot fuhr die Bestzeit im Qualifying und verwandelte diesen Vorteil auch prompt in einen Doppelsieg. Dahinter kam Dennis Thiem (Kosmic) in beiden Läufen auf Platz zwei ins Ziel und belegte selbige Position auch in der Tageswertung. Als Drittem gelang Phil Vogel (Kali) der Sprung auf das Podium.

Bei den nationalen Junioren überzeugte Moritz Schmeiss (JJ Racing) zu Beginn, indem er die Trainingsbestzeit fuhr und auch den ersten Wertungslauf für sich entschied. Im zweiten Rennen konnte er seine Performance allerdings nicht mehr wiederholen. Eine Kollision warf den Favoriten aus dem Rennen und machte alle Chancen auf den Gesamtsieg zunichte. Jubeln dufte hingegen Lukas Scherbinskas (NSL Racing), der nicht nur den Sieg im zweiten Rennen einfuhr, sondern sich auch in der Tageswertung durchsetzen konnte. Auf den Ehrenplätzen folgten mit Gianni Andrisani und Sila Loven Rytter gleich zwei Piloten aus dem Rennstall von RS Competition auf dem Podest.

Volles Haus in den Senioren-Klassen

„Spiel, Satz und Sieg” war das Motto von Flint Schniggenberg (Kosmic) bei den CS-Senioren. Er hatte den ersten Platz fest abonniert und fuhr von der Pole-Position beide Laufsiege und den Tagessieg nach Hause. Auf dem Podest komplettierten Janik Herrmann (Kraft Motorsport) und Patrick Ludwig (Woik Motorsport) die Top-Drei der Clubsportler. Ebenfalls in die Siegerliste durfte sich Johannes Engelkind (Gillard) eintragen. Er war als Solist in der Wertung der Senior Masters am Start.

Mit 27 Fahrerinnen und Fahrern stellten die nationalen Senioren das größte Feld des Wochenendes. Das erste Ausrufezeichen setzte Conrad Hugo Juu Christensen (RS Competition), der im Qualifying den Ton angab und auch im ersten Rennen im Vorderfeld mitmischte. Aufgrund eines technischen Regelverstoßes wurde er aber nach dem ersten Rennen disqualifiziert und spielte fortan keine Rolle mehr in der Vergabe des Tagessiegs. Dafür meldeten sich Jan Heinen (3G Racing) und Lukas Horstmann (Nees Racing) zu Wort, die jeweils einen Laufsieg für sich verbuchen konnten. Beiden fehlte aber letztlich eine konstante Punkteausbeute, wie sie am Ende der Tagessieger Fabian Bock (Woik Motorsport) vorweisen konnte. Dem Tony-Kart-Piloten genügten zwei zweite Plätze, um sich im Endergebnis gegen Hostmann und Heinen zu behaupten. Erwähnenswert war auch die Leistung der beiden ehemaligen Junioren, Maximilian Krupper (Kosmic) und Andre Petropoulos (Kart-Racing-Baden), die als Fünfter beziehungsweise Siebter einen starken Einstand bei den Senioren gaben.

DD2-Siege für Gränz, Gnad, Helfinger und Wirths
Der amtierende RMC-Germany-Champion Niklas Gränz (42 Competition) war das Maß der Dinge in der Wertung der DD2 National. Im neuen Team unterwegs, ließ er nichts anbrennen, fuhr die Trainingsbestzeit, gewann beide Rennen und stieg damit auf die oberste Stufe des Podiums. Hinter ihm erkämpfte sich Florian Breitenbach (Nees Racing) den zweiten Rang vor dem mehrfachen RMC-Champion Denis Thum (Kartsport Klimm), der sein Können nach einigen Jahren Kart-Abstinenz eindrucksvoll demonstrierte. In der Wertung der DD2-Clubsportler setzte sich Nico Gnad (Kali) als Sieger durch. Mit konstanten Ergebnissen bugsierte er sich zum Tagessieg vor Niklas Stadler (Swiss Hutless) und Bennet Müller (Kartschmie.de), die sich in den Rennen die Laufsiege teilten.

In der DD2-Masters-Klasse der nationalen Piloten überzeugte Tommy Helfinger (Beule-Kart Racing Team). Der Kronauer diktierte von Beginn an das Tempo und holte sich unangefochten den Tagessieg vor Andreas Schindler (Tony Kart) und Daniel Schollenberger (Schollenberger Racing). Im Pendant der CS-Piloten hatte Dennis Wirths (Praga) mit dem Punktemaximum die Nase vorn. Benjamin Ewert (Sodi) und Sascha Frankenbusch (RTM) komplettierten das Tagesergebnis der Top-Drei.

Veranstalter Andreas Matis zeigte sich am Abend begeistert: „Wir haben die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr fast verdoppelt, was nicht abzusehen war. Das freut uns riesig, aber es bedeutet auch einen größeren organisatorischen Aufwand. Dass der Saisonstart dann trotzdem so reibungslos verlaufen konnte, ist den Fahrern, Teams und meiner Organisationsmannschaft zu verdanken. Daher ein großes Lob an alle Beteiligten für diesen fantastischen Auftakt.”

Autorenverweis
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