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28.6.2021

Spektakulärer Auftakt in die Jubiläumssaison der RMC Germany

Ihre 20. Saison hat die Rotax MAX Challenge Germany am vergangenen Wochenende (26. und 27. Juni 2021) im Prokart Raceland von Wackersdorf eröffnet.

Timo Deck


Die älteste Single-Brand-Kartrennserien Deutschlands hat auch 2021 nichts von ihrem Glanz verloren: Rund 110 Fahrerinnen und Fahrer, dazu die Gastserie der Gentlemen Kart Challenge 100, reduzierte Corona-Maßnahmen und sommerliches Wetter waren die perfekten Zutaten für das erste Rennen des Jahres.



Gefeilt hat der Serienveranstalter über den Winter am Austragungsformat, das diese Saison wieder nach dem klassischen Modell mit Zeittraining, Heats und zwei gleichwertigen Finalrennen ausgetragen wird. Entsprechend stand den Teilnehmer*innen an beiden Tagen viel Streckenzeit auf dem 1.197 Meter langen Kurs in der Oberpfalz zur Verfügung. Einen Wermutstropfen hinterließ allerdings das Ende der Veranstaltung, als ein folgenschwerer Unfall in der DD2-Klasse die Fortsetzung der DD2- und DD2-Masters-Rennen verhinderte …

Micro: Doppelsieg für Noah Janssen

Bei den Jüngsten der RMC Germany setzte im Zeittraining Gabrijel Hofmann (Nees Racing) die Messlatte. Doch mit nur 0.003 Sekunden Rückstand kündigte der Zweitplatzierte Noah Janssen (FM Racing) bereits an, dass er in den Vorläufen ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollte. Und das tat der Compkart-Pilot auch: Er gewann gleich beide Heats, wurde aber einmal wegen eines technischen Regelverstoßes disqualifiziert. So war es wiederum Hofmann, der den Platz an der Sonne verteidigen konnte und als Pole-Sitter ins erste Finale startete. Dieses entwickelte sich zu einem packenden Dreikampf, dessen Hauptdarsteller Gabrijel Hofmann, Noah Janssen und Niklas Cassarino (Praga) waren. Bis zum Fallen der Zielflagge balgten sich die drei Nachwuchstalente, wobei sich Janssen als Sieger behaupten konnte und damit den Rückschlag aus den Vorläufen ausbügelte. Rang zwei holte sich Cassarino mit einem beherzten Schlussangriff vor Hofmann. Das entscheidende zweite Finale verlief weniger dramatisch. Janssen fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause und machte damit den Tagessieg perfekt. Dahinter setzte sich Cassarino erneut gegen Hofmann durch und verdrängte ihn auch auf dem Podium auf Rang drei.

Mini: Mika Trapp gewinnt Auftakt

Bei den Minis diktierte Alexander Klügel (Kartschmie.de) zu Beginn das Tempo. Sowohl im Zeittraining als auch nach den Vorläufen führte er das Klassement an und startete als Favorit in den Finaltag. Hier fand er aber mit Simon Mayer (FM Racing) einen ebenbürtigen Gegner. Die beiden lieferten sich ein sehenswertes Duell um den Sieg, das aber unglücklicherweise in einer Kollision gipfelte, wonach beide ihre Chancen begraben mussten. Lachender Dritter war Mika Trapp (Nees Racing), der sich nicht zweimal bitten ließ und das Rennen knapp vor Dawid Giruc (Sodi) und Naim Bretag (FM Racing) für sich entschied. Der zweite Lauf war ebenfalls hart umkämpft, forderte jedoch erneut seine Opfer. Diesmal erwischte es Giruc und Bretag nach einer Rangelei, während Trapp zum zweiten Mal profitierte und die Flucht nach vorne suchte. Er kreuzte als Erster den Zielstrich vor Simon Mayer und Alexander Klüger. In der Tageswertung gewann Trapp souverän vor Giruc und Mayer.

Junioren: Spiel, Satz und Sieg für Farin Megger

In einer anderen Liga war beim Saisonauftakt Farin Megger (JJ Racing) unterwegs. Der ehemalige RMC-Grand-Finals-Sieger fuhr nach der Trainingsbestzeit beide Heat-Siege nach Hause und feierte am Sonntag einen lupenreinen Doppelerfolg in den Finalrennen. Hinter dem dominanten Tagessieger ging es deutlich ausgeglichener zur Sache. Als schärfster Verfolger Meggers konnte sich im Zeittraining noch Raphael Rennhofer (FM Racing) behaupten, bevor er im weiteren Verlauf Nikita Gense (Beule-Kart Racing-Team) die Rolle des besten Nebendarstellers überlassen musste. Der Wuppertaler erkämpfte sich am Ende als Zweiter und Dritter den zweiten Rang auf dem Podium. Rennhofer komplettierte das Tagesergebnis des 26-köpfigen Feldes als Dritter.
Senioren: Linus Hensen setzt sich durch

Linus Hensen (Kartschmie.de) war im teilnehmerstärksten Feld der Senioren das Maß der Dinge. Im Qualifying durchbrach das Nordlicht als einziger die 50-Sekunden-Schallmauer und startete als Favorit in die Vorläufe. Doch hier übernahm Vincent France (JJ Racing) das Zepter. Der ehemalige RMC-Champion gewann gleich beide Heats und eroberte vor dem Finaltag die Spitze im Klassement, während Hensen dahinter auf Platz zwei lauerte.
Aus dieser Lauerstellung heraus katapultierte sich der Mach1-Pilot im ersten Durchgang sofort an die Spitze und fuhr einen souveränen Sieg nach Hause, während France mit Respektabstand den zweiten Platz ins Ziel brachte. Im entscheidenden zweiten Finale drehte France den Spieß um. Lange Zeit lag der Bad Homburger in Führung und hielt Hensen in Schach. Doch in der vorletzten Runde blies Hensen zum Angriff und übernahm die Spitze, die er auf den letzten Metern gekonnt zu verteidigen wusste. In der Endabrechnung gewann Hensen mit der maximalen Punkte-Ausbeute vor France. Komplettiert wurde das Podium von Max Busch (Kraft Motorsport).

DD2: Laufsieg für Steinert, dann Abbruch

Die DD2-Klasse präsentierte sich zum ersten Rennen des Jahres extrem ausgeglichen mit einer langen Liste von potenziellen Sieganwärtern. Den Anfang machte Titelverteidiger Florian Breitenbach (Nees Racing), der mit der Trainingsbestzeit die erste Duftmarke des Wochenendes setzte. Die Vorläufe brachten mit DD2-Rookie Tim Mika Metz (Dörr Motorsport) einen neuen Favoriten hervor. Doch auch Pole-Sitter Metz konnte den Platz an der Sonne nicht halten. Im ersten Finale fiel er auf Platz drei zurück, während sich an der Spitze Marcel Steinert (FM Racing) einen dominanten Sieg vor Jannik Jakobs (Kraft Motorsport) einverleibte.

Gespannt blickte man auf das zweite Finale, das jedoch einen unschönen Ausgang nehmen sollte. Nach dem Start musste das Rennen aufgrund einer beschädigten Streckenbegrenzung mit einer Slow-Phase neutralisiert werden. Kurz bevor das Rennen wieder freigegeben werden sollte, ereignete sich im hinteren Teil des Feldes eine massive Kollision, bei der mehrere Piloten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dabei blieb es unglücklicherweise nicht nur bei „Blechschäden“: Oliver Breitenbach (Nees Racing) und Tim Stender (Beule-Kart Racing-Team) zogen sich Verletzungen zu und mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. In Rücksprache mit den Teamchefs entschied sich die Organisation – aus Rücksicht auf die Verletzten, aber auch auf die Fahrer, deren Karts nicht mehr fahrtüchtig waren – das Rennen nicht mehr neu zu starten und den Lauf im späteren Saisonverlauf nachzuholen. Leichte Entwarnung kam am späten Abend: Beiden Piloten geht es gemessen an der Schwere des Unfalls den Umständen entsprechend gut und Stender konnte das Krankenaus sogar schon wieder verlassen.

DD2 Masters: Duell zwischen Becker und Helfinger

Im Feld der DD2 Masters lieferten sich zwei „alte Hasen“ ein Duell: Michael Becker (Compkart) und Tommy Helfinger (Beule-Kart Racing-Team). Hatte im Zeittraining noch Becker den Spoiler um den Bruchteil einer Sekunde vorn, schlug Helfinger in den Vorläufen mit einem Doppelsieg zurück. An diese Leistung knüpfte der mehrfache RMC-Champion auch im ersten Finale an. Bis zum Schluss konnte er Becker hinter sich halten und den Lauf vor dem Hagener gewinnen. Bemerkenswert war die Leistung von Marko Winkler (FD Motorsport). Als Sechster gestartet, kämpfte sich der Parolin-Pilot mit der schnellsten Rennrunde auf Rang drei nach vorne und stellte sogar den Anschluss zur Spitze her. Das zweite Rennen sollte dann im Zuge der Geschehnisse im DD2-Rennen nicht mehr ausgetragen werden. Die Piloten entschieden sich, auf den Start zu verzichten und ihr Rennen ebenfalls im Saisonverlauf nachzuholen.

RMC-Initiator Andreas Matis zeigte sich am Abend gedämpfter Stimmung: „Eigentlich wäre es eine tolle Veranstaltung gewesen. Die Teilenehmerzahlen waren gut, die Rennen spannend und die Stimmung ausgelassen. Der Ausgang betrübt mich allerdings. Die Kollision im DD2-Feld war äußerst unglücklich und eine Verkettung von Umständen. Ich bin froh, dass es beiden Piloten weitgehend gut geht und hoffe, dass sie beide so schnell wie möglich wieder mit von der Partie sind. Von unserer Seite wünschen wir eine schnelle Genesung.“ Viel Zeit zum Durchatmen hat die RMC Germany nicht. Bereits in zwei Wochen zieht es den Tross für die Saisonhalbzeit in die Arena E von Mülsen (10./.11. Juli 2021). Dort wird das Programm zum ersten Mal von der Deutschen Elektro-Kart Meisterschaft ergänzt, deren Fahrer*innen auf dem High Performance E-Kart „Project E20“ von BRP-Rotax an den Start gehen

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